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Lara Salem Fast Food

Fast Food & gesund, geht das?

Kennen Sie es auch? Manchmal hat man einfach richtigen Heißhunger auf Fast Food und will sich einfach etwas gönnen. Oder man hat keine Zeit, eine ausgewogene Mahlzeit vorzubereiten und zu kochen. Dazu ist es nunmal praktisch, wenn man die Pizza direkt vor die Haustür geliefert bekommt oder nur zum nächsten Döner Laden um die Ecke laufen muss und schon etwas Leckeres in der Hand hält.

Sie sollten sich nicht dafür verurteilen, die Entscheidung zu treffen Fast Food zu essen, Sie sollten sich lediglich bewusst werden, dass jede Ihrer Entscheidungen zu einem bestimmten Resultat führt und bei regelmäßigem konventionellen Fast Food/Junk Food Konsum, wie Burger, Döner, Pommes, Pizza ist dieses Resultat nun leider, wie in etlichen Studien belegt wurde, Übergewicht, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Daher ist es wichtig, dass der Konsum von konventionellem Fast Food nicht im Übermaß geschieht. Der Körper kann dieses bei gelegentlichem Konsum verkraften und ausgleichen, bei übermäßigem Konsum führt es im Körper jedoch schnell zu Übergewicht und Co.

Fast Food hat in den meisten Fällen einen sehr hohen Salz-, Fett- oder Zuckergehalt. Durch den versteckten hohen Salzgehalt in Burger, Döner, Pommes, Pizza und Co. wird nicht nur das Herz belastet, der Körper gewöhnt sich zudem an den intensiv schmeckenden, salzigen Geschmack und wird süchtig danach. So schmeckt anderes Essen, wie ein Salat oder Gemüse nach dem Fast Food Konsum fad und geschmacklos, da die Geschmacksnerven vom salzigen Burger überstimuliert wurden. Genauso ist es bei zuckerhaltigem Fast Food wie Eis, Donuts und Co. Kinder verweigern Obst, da dies lange nicht an den Süßegrad des zuckrigen Eis herankommt, was gerade in jungen Jahren fatal ist, da hier der Grundstein für das spätere Essverhalten gelegt wird. Und woran der Körper sich einmal gewöhnt hat, das verlangt er auch wieder in der Zukunft.

Die gute Nachricht: Genauso ist es jedoch auch mit gesundem Essen. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, weniger zu salzen und zu zuckern, dem wird ein gelegentliches Fast Food Gericht extrem salzig/süß erscheinen, da der Körper nicht mehr daran gewöhnt ist.

Wie kann man nun dafür sorgen, dass das Fast Food Erlebnis etwas gesünder gestaltet wird, damit Sie sich im Nachhinein fitter und besser fühlen und kein großes schlechtes Gewissen haben müssen, dass Sie über die Stränge geschlagen haben?Anbei erhalten Sie ein paar einfache Tipps, wie Sie Ihre Fast Food Mahlzeit gesünder gestalten können:

Generell: Hören Sie auf zu essen, sobald Sie merken, dass Sie gesättigt sind. Dies ist ein natürliches Signal Ihres Körpers, mit dem Essen aufzuhören, auf welches Sie hören sollten, egal ob es ein All-You-Can-Eat-Buffet ist oder nicht. Die meisten Menschen nehmen dieses Signal gar nicht mehr wahr oder ignorieren es bewusst, weil das Essen so lecker ist oder weil sie gelernt haben, ihren Teller leer zu essen. Dieses Ignorieren der Körpersignale ist jedoch für die Gesundheit abträglich und sorgt dafür, dass die natürlichen Mechanismen von Hunger und Sättigung negativ beeinträchtigt werden und geschädigt werden. Hören Sie wieder auf Ihren Magen, wenn er genug hat, vor allem bei hochkalorischem Essen.

Im Restaurant/außer Haus:
– Wenn Sie mit Freunden, Partnern oder Familie im Restaurant sind und die Situation es erlaubt, entscheiden Sie sich dafür, dass eine Person das begehrte Fast Food Gericht, wie Pizza oder Burger und die andere Person einen großen, einfachen Salat (ohne viel Fleisch und Käse) bestellt. Nun können Sie Ihr Essen miteinander teilen. Sie tun Ihrem Körper durch die hinzugefügten Ballaststoffe
aus dem Salat etwas Gutes und sorgen ebenso dafür, dass Sie nach dem Essen nicht ins sogenannte Food-Koma fallen (die Müdigkeit nach einem sehr fettigen Essen).
Ein Rechenbeispiel: 1 Schnitzel (500kcal) + Portion Pommes (450kcal) = ca. 950 kcal
1⁄2 Schnitzel (250kcal) + 1⁄2 Portion Pommes (225kcal) + 1⁄2 Salat (85kcal)= 560kcal

Sind Sie auch ein Pizza Liebhaber? Ja? Ich auch! Bei der Wahl der Pizza fängt es mit den guten Entscheidungen schon an: Wie wäre es mit einer vegetarischen Pizza, bestellt mit dem Extrawunsch: ‚viel Gemüse und etwas weniger Käse‘. Vor allem der fettige Käse und der Teig machen die Pizza zu einer Kalorienbombe. Gehen Sie diesem Problem aus dem Weg, indem Sie z.B. eine Pizza Funghi (Champions) oder eine Pizza mit gemischtem Gemüse probieren.
Extra Tipp: Bevor Sie die Pizza genießen, nehmen Sie eine Papierserviette, legen diese auf die Pizza und drücken sie leicht auf den Käse (und das Fleisch), bis die Serviette vom aufgesogenen Fett durchsichtig wird. Ich verspreche Ihnen: Sie schmecken KEINEN Unterschied, sparen sich damit aber ca. 10% der Kalorien der gesamten Pizza(1)
Und falls Sie denken: ‚Das ist doch peinlich, was denken die anderen von mir, wenn ich das mache? dürfen Sie sich gleich die Frage hinterher stellen: Was ist mir wichtiger: die Gesundheit meines Körpers oder die Meinung der anderen Menschen über eine Tat, welche meiner Gesundheit gut tut?‘

– Im Dönerladen:
Nur weil Döner ein Fast Food ist, sind nicht alle Zutaten automatisch ungesund. Salat, Kraut, Zwiebeln, Tomate, Gurke und sogar das Fladenbrot sind nicht verwerflich, sondern gibt dem Körper eine gesunde Grundlage. Beim Fleisch sollte man es sich jedoch besser zwei mal überlegen: Ist dieses nicht ausdrücklich als Bio-Fleisch ausgeschrieben, handelt es sich normalerweise um Fleisch aus Massentierhaltung, welches Antibiotika und Hormone beinhaltet, sowie meistens den Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, was im Zusammenhang mit Parkinson, Alzheimer und MS steht. Das Fleisch ist ebenso sehr fettig und macht die Großzahl der Kalorien im Döner aus.
Wie wäre es statt dem Dönerfleisch mal mit einem Fladenbrot mit extra viel Salat, etwas Sauce und Falafeln? Falafeln sind frittierte Kichererbsenfrikadellen, welche jeder Dönerladen anbietet.

Zu Hause:
– Tiefkühl-Gemüse ohne Zusatzstoffe kann wunderbar als Basis einer Mahlzeit verwendet werden, wenn es einmal schnell gehen muss.
Beispiel: Eine Packung TK-Gemüse + eine Packung Vollkornnudeln + eine Dose Erbsen + etwas Pesto oder Tomatensauce = schnelles, nährstoffreiches Essen, welches lange satt hält.

– Burger selber machen:
Wenn Sie zu Hause Burger selber machen, probieren Sie einmal vegetarische Patties, anstatt Fleischpatties, welche Sie in einer beschichteten Pfanne mit wenig Öl anbraten. Das spart Ihnen häufig Kalorien, ist gesünder für Ihr Herz und tut gleichzeitig der Umwelt gut, indem Sie ungemein viele Ressourcen schonen, welche bei der Tierzucht verschwendet  werden.
Burgersaucen können sehr einfach selber gemacht werden, z.B. aus einer Joghurt-Basis (auch vegan möglich mit Soja-Joghurt).
Hier z.B. ein Rezept für eine Cocktailsauce (verwenden Sie jedoch besser Light-Majonnaise): https://eatsmarter.de/rezepte/cocktailsosse-1
Der Burger kann reichlich mit Zwiebeln, Tomaten, sauren Gurken, Salat und Röstzwiebeln belegt werden. Anstelle des einfachen Weißbrotbrötchens machen Sie Ihren Burger durch ein leckeres Körnerbrötchen zur gesünderen Deluxe Variante! Sie werden es lieben!

– Anstatt Pommes, machen Sie Kartoffelspalten mit wenig Öl im Ofen selber. Damit leben Sie gesünder und es schmeckt gleichzeitig besser. Ein Beispielrezept finden Sie hier: https://elavegan.com/ de/kartoffelspalten-aus-dem-ofen-guacamole

– Weitere Fast Food Ideen für zu Hause, bei denen Sie viele gesunde Zutaten unterbringen können:
– Wraps mit Avocado, Salat, Paprika, Zwiebeln, Schafskäse
– Sandwiches mit Pesto, Salat, Gurke, Tomate, Frischkäse
– Tacos gefüllt mit Bohnen und Mais aus der Dose, Salat, Zwiebeln, veganem Reibekäse


Durch diese Optimierungen wird Ihr gewähltes Fast Food nicht automatisch zur optimal gesunden Mahlzeit, Sie haben jedoch den ersten Schritt in eine gesündere Richtung getan! Zeigen Sie Ihrem Körper auch bei der Entscheidung beim Griff zum Fast Food, dass er Ihnen wichtig ist und dass Sie auf ihn Acht geben. Er wird sich mit langer Gesundheit bei Ihnen bedanken und sich über die neuen Geschmackserlebnisse freuen.

(1) Die engste Annäherung stammt aus der Reihe Food Detectives des Food Network. Gastgeber Ted Allen und ein Team von Forschern aus der Populärwissenschaft ermitteln die Zahl ‚rund 35 kcal pro Scheibe (3,5g Öl)‘. Dr. Roshini Raj von CNN gibt eine ähnliche Einschätzung ab.

Melden Sie sich bei mir, wenn Sie auf der Suche nach weiteren optimierten Fast Food Rezepten sind und Unterstützung bei der praktischen Umsetzung brauchen.

Guten Appetit wünscht Ihnen,
Ihre Ernährungsberaterin Lara Salem

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